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OGTS – siehe Ganztag-


Offener Unterrichtsbeginn

Die Kinder haben in der Regel die Möglichkeit, ca. eine Viertelstunde vor Unterrichtbeginn in ihren Klassenraum zu kommen. Die KlassenlehrerIn, bzw. FachlehrerIn dreht eine an der Eingangstür angebrachte Ampel auf „grün“, wenn sie in den Klassenraum geht.
Beim offenen Unterrichtsanfang haben die Kinder die Möglichkeit, in Ruhe anzukommen und sich umzuziehen. Diese Zeit geht nicht dem Klassenunterricht verloren. Während dieser Zeit können die Kinder an Freiarbeitsmaterialien entsprechend ihrem Lernstand arbeiten. Außerdem haben sie die Möglichkeit, Arbeiten fertig zu stellen, zu zeigen oder zu planen. Manche Kinder können jedoch auch wichtige Neuigkeiten erzählen oder Dinge absprechen.


Offene Unterrichtsformen

In einer ansprechenden, vorgeordneten Lernumgebung erarbeiten sich die Kinder mit ihren unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Lernvoraussetzungen die jeweiligen, differenzierten Unterrichtsinhalte aktiv und selbstständig. In der individuellen Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand entwickeln die Kinder in freien Arbeitsprozessen Kreativität und Fantasie zur Verinnerlichung der Lerninhalte.
Ziel des offenen Unterrichts soll es sein, die SchülerInnen in ihrem selbstständigen Lernen zu fördern und den individuell bevorzugten Lernweg zu unterstützen. Offene Unterrichtsformen ermöglichen den LehrerInnen eine Förderung der einzelnen Kinder. Sozialformen wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit stärken und fördern die sozialen Beziehungen innerhalb der Klasse und damit auch das Lernen.
Der Begriff
‚Offene Unterrichtsformen’ umfasst z.B. Freie Arbeit, Tages- und Wochenpläne, das Lernen an Stationen, den Werkstattunterricht, projektorientiertes Arbeiten und die Projektwoche.
Im Rahmen der
Freien Arbeit wählen die SchülerInnen eigenverantwortlich je nach Interesse sowohl themengebundene als auch freie Aufgaben aus einem vorgeordneten Materialangebot aus, welches Eigen-, Partner- oder Fremdkontrolle durch die Lehrerin ermöglicht. Im Zuge des eigenverantwortlichen Lernens sind die Kinder zudem angeregt, eigenständig Material zu beschaffen und einzusetzen.
Tages- und Wochenplanarbeit umfasst einen von der Lehrerin vorgegebenen Pflichtteil, welcher innerhalb eines begrenzten Zeitraumes — in der Reihenfolge der Bearbeitung variabel — erledigt werden muss. Neben den differenzierten Pflichtaufgaben hat jede/r SchülerIn die Möglichkeit, zusätzlich freiwillige Aufgaben zu erledigen, welche den Kriterien der Freien Arbeit entsprechen.
Stationenbetriebe sind vorbereitete Lernumgebungen, die aus ca. 5 bis 15 Lernstationen mit handlungsorientierten Arbeitsangeboten und Materialien zu einem vorgegebenen Thema bestehen. Aus diesem Überangebot wählen die Kinder neben den Pflichtaufgaben selbstständig die von ihnen bevorzugten Arbeitsaufträge, welche sie gemäß ihres individuellen Lerntempos bewältigen können. Differenzierte Aufgaben, Hilfen und Zusatzaufgaben wie auch die Selbstkontrolle unterstützen das individuelle Lernen.
Der
Werkstattunterricht ist fächerübergreifend konzipiert und erstreckt sich - je nach Thema - über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen. Auch hier wählen die Kinder aus einem umfangreichen Angebot von ca. 15-­30 Stationen eigenverantwortlich Arbeitsaufträge aus oder bringen selbstständig Ideen ein und planen eigene Stationen. Hier übernehmen die Kinder die Verantwortung für ihren Lernprozess. Im Rahmen des Werkstattunterrichts halten sich Schüler als Experten oder Chefs für einzelne Stationen bereit, um anderen Kindern bei Fragen und/oder Problemen behilflich zu sein.



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